Depression

Wenn dein Herz hart wird wie Stein, damit du nicht zu verletzlich bist.

Deine Knochen sich anfühlen wie aus Blei, dass jede Bewegung unglaublich anstrengend ist.

Wenn du deine Motivation im Keller suchen gehst, und sie trotzdem nicht finden kannst.

Deine Gefühle irgendwo verloren gegangen sind, und du nicht weißt, wo du noch suchen sollst.

Wenn deine Gedanken immer dunkler werden, alles plötzlich seinen Sinn verliert.

Dein Antrieb mit der Motivation im Keller verstecken spielt und du keine Kraft findest, dich aufzuraffen, das Bett zu verlassen und beim Leben mitzumachen.

Dann nennt man das eine Depression.

Wenn du dich hilflos fühlst, keine Ahnung hast, was du dagegen tun kannst.

Deine Freunde reihenweise die Flucht ergreifen… du kannst sie ja verstehen, kannst dich selbst kaum noch ertragen…

Wenn dein Mut gerade Urlaub macht, ohne Handy oder Internet, du ihn also nicht mehr erreichen kannst.

Deine Hoffnung in einen tiefen Abgrund gesprungen ist, du konntest sie nicht mehr halten, sie ließ sich von dir nicht aufhalten…

Wenn du am liebsten nur noch schlafen willst und auch der Kaffee nichts mehr hilft.

Du dich ausgelaugt, müde und leer fühlst, die Gleichgültigkeit alles verschlingt, was dir einmal wichtig war.

Dann weißt du es ist wahr. Du hast eine Depression.

Wenn das schwarze Loch alles um dich herum verschlingt, dann hilft es nichts, wenn jemand dir sagt: „Reiß dich mal zusammen!“ Das sagst du dir selber mehrfach jeden Tag…

„Depressionen gibt es nicht, das ist bloße Einstellungssache!“, doch so einfach lässt sie sich nicht wegreden.

„Geh raus, igel dich nicht ein!“, das ist so einfach gesagt, doch versteht mich da draußen doch ohnehin keiner…

„Lächel mal! So schlimm kann das doch gar nicht sein!“, ich wünschte du müsstest meine Gedanken, Gefühle und Erinnerungen nur für einen Tag ertragen. Bin gespannt, ob du das dann auch noch sagen würdest…

Du fühlst dich schuldig, weil es nicht funktioniert. Bist frustriert, weil egal, was du tust, deine Stimmung einfach nicht besser wird.

Du fängst an zu schweigen, denn du kannst diese Sätze nicht mehr hören. Jeder hat kluge Ratschläge, doch nimmt sich kaum einer die Zeit dir überhaupt einmal wirklich zuzuhören.

Du versteckst deine Gefühle hinter einer Fassade und lächelst, damit keiner dir mehr Fragen stellt. Damit niemand dir Predigten hält oder kluge Ratschläge um die Ohren knallt.

Damit niemand merkt, wie du Tag für Tag, Stück für Stück, immer weiter zerbrichst…

Du fühlst dich einsam, ziehst dich zurück, weil keiner dich versteht.

Du gehst lieber, bevor sie dich verlassen. Wer will schon einen depressiven Freund?

Dabei wünscht du dir nichts sehnlicher als jemanden an deiner Seite, der dich tröstet, da ist.

Der dich in den Arm nimmt und sagt: „WIR schaffen das! WIR stehen das gemeinsam durch!“

Du wünscht dir doch bloß jemanden, der bleibt. Jemanden, der dir zeigt, dass du ihm wichtig bist.

Jemanden, der es aushält, auch wenn du weinst.

Du wünscht dir jemanden, der geduldig ist, nichts von dir erwartet, keine Anforderungen an dich stellt, da du dich ohnehin mit allem maßlos überfordert fühlst.

Du sehnst dich nach jemandem, der zu dir in die Höhle kriecht anstatt dich ins Licht zu zerren.

Jemanden, der dich zum Schmunzeln bringt, auch wenn du dabei Tränen in den Augen hast.

Du wünscht dir einen Ort, wo du einfach nur sein darfst, ohne etwas leisten zu müssen und trotzdem noch einen Wert hast.

Es ist nicht wichtig, ob du Hilfe bekommst.

Es ist wichtig, dass du die Hilfe spürst!

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